OPUS 45 und Roman Knižka
24. April 2026, 19:30 Uhr
Reichshof Kulturbühne
Nach einem fulminanten Auftakt im vergangenen Jahr, kommt das Ensemble OPUS 45 mit dem Schauspieler Roman Knižka auch in diesem Jahr wieder zu uns. Am 24. April 2026 spielen sie ihr neues Programm auf der Kulturbühe Reichshof. Beginn ist um 19:30 Uhr
Das bekannte Ensemble tourt seit Jahren erfolgreich auf kleinen und großen Bühnen durch die Budnesrepublik mit der Intention, Geschichte erfahrbar zu machen. Es gelingt ihnen, Text und Musik, Töne und Worte zu einem emotionalen Ereignis zu verbinden.
Mit ihrem neuesten, achten Programm richten Roman Knižka und OPUS 45 den Blick auf die dramatische Schlussphase der Weimarer Republik:
„Deutschland, siehst du das nicht? – Untergang der Weimarer Republik (1929–1933)“.
Der Titel greift eine eindringliche Zeile aus Kurt Tucholskys Gedicht „Deutschland, erwache!“ (1930) auf – ein scharf formulierter Warnruf vor Radikalisierung, Gewalt und dem Zerfall demokratischer Normen. Texte von Erich Kästner, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky, Viktor Klemperer, Sebastian Haffner und Dorothy Thompson treffen auf Musik von Hanns Eisler, Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Paul Juon und Jean Françaix – ebenso wie auf Swing und Schlager von Cole Porter und den Comedian Harmonists. Das Programm erzählt vom politischen und gesellschaftlichen Zerfall, aber auch von der kulturellen Blüte jener Jahre und stellt die Frage: Welche Lehren ziehen wir heute aus dem Untergang der ersten deutschen Demokratie?
Ein regionaler Akzent beleuchtet zudem, wie die Menschen vor Ort – am jeweiligen Konzertort – die politischen Umbrüche dieser Jahre erlebten.
Das Bläserquintett, bestehend u. a. aus Musiker:innen der Hamburgischen Staatsoper, Beethoven Orchester Bonn, NDR Radiophilharmonie Hannover und der Dresdner Philharmonie, beschreitet seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Schauspieler Roman Knižka neue, disziplinübergreifende Wege. So entstanden acht Literaturkonzerte, die in der deutschsprachigen Konzertlandschaft einmalig sind, etwa das Programm zum NS-Widerstand („Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“) oder die szenische Lesung zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland, die das Ensemble mit dem Primo-Levi-Zitat „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen …“ betitelte.
Das Ensemble tourt mit allen acht Programmen bundesweit.
Am 30.10.2025 hat das Ensemble den Hans-Frankenthal-Preis 2025 der Stiftung Auschwitz-Komitee Hamburg verliehen bekommen.
